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Zu Tausenden sind sie einst ausgewandert ins ferne Ungarn. Haben dort deutsche Dörfer aufgebaut, eine bäuerliche Idylle fast geschaffen. Bis die Kriege kamen und ihre kleine schwäbische Welt in der Theiß-Ebene zerstörten. 1944 fliehen viele vor den Russen in einem großen Treck nach Westen, viele kehren dann zurück in die alte Heimat Oberschwaben. Die Sathmarer Schwaben sind ein einmaliger Fall: Ihre Vorfahren stammen fast alle aus Oberschwaben, viele der Nachfahren leben heute wieder hier, denn nach der Wende 1990 machten sich erneut Tausende auf den Zug nach Westen. Und doch ist die Region Sathmar, die mal zu Ungarn, mal zu Rumänien gehörte, bis heute oberschwäbisch geprägt.

Das Projekt „Sathmarer Spuren“ will diese einmalige Migrationsgeschichte mit Biographien und Belegen aller Art nachzeichnen und bewahren. Die schwäbischen Spuren in Sathmar – im „kleinen Oberschwaben“. Und die Sathmarer Spuren hier in der Urheimat dieser Wanderer zwischen den Welten. Im Fokus steht vor allem die Region rund um Aulendorf und Altshausen.

Gemälde oben: Georg Haller. Der „Maler der bäuerlichen Idylle“ ist in Terem geboren, eine Wanderausstellung mit seinen Werken, die bereits in Ulm und in Warthausen bei Biberach gezeigt worden sind, ist ein Teil des Projekts, das geplante Buch wird seinem Werk ein Kapitel widmen.

Das Projekt „Sathmarer Spuren“ soll mit allen Aspekten in einem Buch im Herbst 2019 publiziert werden. Parallel soll auch ein kleiner Film entstehen, eventuell in Kooperation mit dem SWR. Siehe auch den Artikel über die Sathmarer Schwaben auf Wikipedia.

Wir suchen für das Projekt nach Sathmarer Schwaben, die uns ihre Lebensgeschichte erzählen. Sehr interessiert sind wir auch an Rezepten aus der sathmar-schwäbischen Küche.

Kontakt: info@rudi-holzberger.de

Die Karte zeigt die wichtigsten ehemals schwäbischen Dörfer in der Region Sathmar, dem heutigen Komitat Satu Mare im Nordwesten von Rumänien. Drei Sathmarer Dörfer sind in Ungarn geblieben, die Grenze hat sich mehrfach verschoben, die Ukraine mit ihren deutschen Siedlungen etwa im Theresiental ist auch nicht weit.

Terem: 300 Jahre ein schwäbisches Dorf in Sathmar. Nur noch wenige Schwaben leben heute dort in Rumänien. Fast alle Bewohner sprechen im Grenzgebiet ungarisch. Nur noch wenige Alte sprechen und singen schwäbisch – wie diese beiden Volksbarden, 84 und 85 Jahre alt! Ihre Vorfahren sind vor 300 Jahren aus Oberschwaben ausgewandert! Rudi Holzberger hat sie auf der Suche nach seinen Vorfahren getroffen.

Das Projekt wird finanziell unterstützt durch das Förderprogramm LEADER der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg im Aktionsgebiet der Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben.

Ferne Heimat ganz nah: Ein Projekt